[Intro] Morgen aus Ruinen, blass über Stein und Gras. Kein Wunder, keine Rettung, nur Licht, das trotzdem kam. [Verse 1] Die Stadt liegt still nach ihrem Lärm, der Staub hat sich gesetzt. Ein Vogel sitzt auf einem Balken, als wäre nichts verletzt. Ich gehe langsam durch die Straße, die gestern noch mein Urteil war. Mein Mantel riecht nach Rauch und Regen, mein Blick wird ruhig und klar. [Pre-Chorus] Ich trage nichts als meine Zeichen, kein Gold, kein fremdes Wort. Die Asche bleibt in kleinen Linien, doch sie zieht mich nicht mehr fort. [Chorus] Morgen aus Ruinen, du kommst nicht hell und leicht. Du kommst mit kalten Händen, doch du kommst und das reicht. Morgen aus Ruinen, ich geh dir entgegen, still und wund. Nicht neu geboren, nicht vergessen, nur wieder auf eigenem Grund. [Verse 2] Am Bahnhof steht die alte Uhr noch immer schief im Licht. Ich seh sie an und muss nicht warten, bis irgendwer mein Schweigen bricht. Der Zug fährt irgendwo im Osten, sein Klang zieht dünn durch Glas und Stahl. Ich bin nicht fertig mit dem Leben, ich bin nur fertig mit der Wahl. [Pre-Chorus] Die Stadt darf bleiben, was sie war, ein Ort aus Liebe, Schuld und Stein. Doch was sie über mich erzählte, muss nicht mehr meine Stimme sein. [Chorus] Morgen aus Ruinen, du kommst nicht hell und leicht. Du kommst mit kalten Händen, doch du kommst und das reicht. Morgen aus Ruinen, ich geh dir entgegen, still und wund. Nicht neu geboren, nicht vergessen, nur wieder auf eigenem Grund. [Cello Interlude] Ein letzter Ton im Treppenhaus, ein letzter Staub im Haar. Die Stadt wird kleiner hinter mir, und bleibt doch, wo sie war. [Bridge] Ich vergebe nicht auf Kommando, ich heile nicht für fremden Blick. Ich nehme nur die Hand vom alten Schmerz und gebe sie mir selbst zurück. [Final Chorus] Morgen aus Ruinen, du bist kein Märchen und kein Sieg. Du bist der erste tiefe Atem nach einem viel zu langen Krieg. Morgen aus Ruinen, ich geh dir entgegen, still und wund. Nicht neu geboren, nicht vergessen, nur wieder auf eigenem Grund. [Outro] Die roten Wolken sind vergangen, der Himmel wird fast blau. Ich geh hinaus aus diesen Straßen, als meine eigene Frau. Morgen aus Ruinen, Staub im Licht, Wind im Gesicht. Die Stadt bleibt Teil von meiner Geschichte, doch sie schreibt mich nicht.